Home sweet Home

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Re: Home sweet Home

Beitrag von AngieKelly am So März 14, 2010 9:14 pm

In diesem Moment zog Calleigh mit einem Ruck die dicken samtigen Vorhänge von den großen Fenstern zurück. Das Geräusch, sowie ins Tatzimmer hereinflutende Helligkeit der Morgensonne Miamis ließ die Anwesenden zusammenzucken. Der helle Lichtkegel, den Horatios Maglite auf der Stirn und den Puderrückständen verursacht hatte, verblasste und ruckte ein wenig zur Seite, als auch der rothaarige Lieutenant ein leichtes Erschrecken über die plötzlich veränderten Lichtverhältnisse und das laute Ratschen der kleinen Gardinenläufer in der Leiste über den Fenstern nicht verhindern konnte.

Ryan begann unaufgefordert von der gelben Substanz auf der Stirn des Toten Bilder zu knipsen. Das ‚Klickklick‘ seiner Digitalkamera klang fast schon zu laut in der jetzt wieder einsetzenden Stille des Zimmers.

Horatio räusperte sich einmal. „Cal, nimm eine Probe von dem Puder, bevor hinterher alles weg ist, bis die Leiche in der Pathologie gelandet ist.“ Alexx, sowie Ryan wichen zur Seite, um den Weg für Cal freizumachen, die mit einem kleinen Spatel etwas von der gelblichen Substanz abnahm und es anschließend in ein Probenglasröhrchen verfrachtete, welches sie dann sorgfältig verschloss. Ihr Chef winkte sie dennoch heran. „Lass mich mal an dem Rest am Spatel riechen“ verlangte er mit leiser Stimme.

Wie befohlen hielt Cal ihm den platten Teil, an dem noch etwas Gelb hing, unter die Nase. Horatio schnupperte, seine Hand legte sich wie von selbst über die Cals, in deren Fingern der Probespatel auf einmal anfing zu zittern. Der Lieutenant warf ihr einen fragenden Blick zu, seine Hand hielt ihre weiterhin fest, verhinderte so ein erneutes Zittern. Wieder roch er an der Substanz.

„Hmmm…“ seine tiefe Stimme durchbrach die Stille im Raum. „Das riecht zweifelsohne süßlich, wie Zuckerguss, oder so etwas in der Richtung.“ Erst jetzt ließ er Cals Hand los. „Alexx, Du wirst seinen Magen leeren, wir müssen wissen, ob und was er gegessen hat.“

Cal hatte währenddessen ihren Arm schnell zurückgezogen. Sie wandte sich ab, vordergründig, um das gerade als Riechobjekt benutzte Arbeitsutensil wieder im Arbeitskoffer zu verstauen. Aber eigentlich war die plötzliche Nähe zu ihrem Chef, und daraus resultierend die Erinnerung an seinen fast nackten Körper vom gleichen Morgen fast zuviel für ihre Selbstbeherrschung gewesen. ‚Erst einmal tief durchatmen Cal. Er ist Dein Boss und Du warst ihm schon öfters so nah.‘ …

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Re: Home sweet Home

Beitrag von Julia am So März 14, 2010 11:00 pm

Ihr Herz schlug schneller und in ihrer Magengegend baute sich ein nervöses Gefühl auf. Ihre Hände wurden kalt. Sie blickte über ihre Schulter zu Horatio, der wieder konzentriert den Tatort betrachtete. Das Licht fiel ihm durch das Fenster ins Gesicht und die kleinen Fältchen und Grübchen machten die Konturen seines Profils noch deutlicher. Irgendwie gefiel ihr diese goldige Stubsnase ihres Chefs, sie verlieh seinem momentan strengen Gesichtsausdruck noch etwas Jungenhaftes. Sie lächelte, während ihre Atemfrequenz aufgrund des erhöhten Herzschlages ebenfalls anstieg und die Röte schien ihr schon wieder ins Gesicht zuschießen, denn sie spürte Hitze in ihren Wangen aufsteigen. Gerade löste sich eine Haarsträhne und fiel H frech auf die Stirn. Am liebsten wäre sie jetzt zu ihm rübergegangen und hätte ihm die Stähne sanft zurückgestrichen. „Alles, ok, Cal?“ hörte sie plötzlich die Stimme von Alexx wispern, die die H anstarrende Balistikerin damit aus ihren Gedanken riss. Auch Horatio sah nun zu den beiden Frauen rüber und Cal wandte sich erschrocken wieder ihrem Koffer zu und tat so, als würde sie etwas suchen. „Jaja, es ist alles ok,“ sagte Cal schnell. Sie ärgerte sich jetzt über die Gefühle, die in ihr aufkamen. ‚Das kann doch gar nicht sein. Wahrscheinlich spielen nur meine Hormone verrückt, in drei Tagen steht auch meine Regel wieder an.‘. Horatio war viel zu angespannt und in seiner Sache versunken, als dass er Cals verklärten Blick hätte wahrnehmen oder gar deuten können. Alexx hatte jedoch einen leisen Verdacht und sah die zerstreut wirkende Cal prüfend an, wollte sich aber mitten in der Tatortermittlung jede Diskussion sparen. Vielleicht war aber auch nichts.

Kurze Stille trat im Raum ein, die Cal als sehr peinlich empfand. Frank durchbrach das Schweigen. „Du sagtest was von einem süßlichen Geruch, wie Zuckerguss, Horatio?“ Der Lieutenant nickte und sah nun aufmerksam zu Frank. „Darf ich mal sehen?“ Frank trat heran, Cal hob mit einem neuen Spatel leicht noch eine Probe von der Stirn des Toten und reichte es Frank. Er sah sich die Substanz genau an. „Ich glaube…“ auch er roch kurz an dem Pulver. Es duftete süß und nach Vanille. „Nein, ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass es der Puderzucker von den Donuts von ‚Sunshine-Donuts‘ in der 27th Avenue Southwest ist.“ Horatio sah seinen Kumpel nun sehr beindruckt an. „Wie kommst Du darauf, Trip?“ „Die haben gelben Puderzucker auf ihren Donuts und haben sich das Patent eintragen lassen, dass nur sie den gelb eingefärbten und zusätzlich mit Vanillegeschmack versehenen Puderzucker verwenden dürfen, um so einen kleinen Geschäftsvorteil gegenüber der riesigen Donutkette Dunkin‘ Donuts zu haben. Das habe ich mir mal von dem Inhaber anhören dürfen, als ich dort die Frühstücksdonuts für unser Revier geholt habe. Wir nehmen die ‚Sunny-Sunshine-Donuts‘ mit dem speziellen Puderzucker nämlich auch immer sehr gerne mit.“ „Wow, nicht schlecht, Frank,“ staunte Alexx und warf ihm einen hochanerkennenden Blick zu. Horatio grinste den Sergeant an, der nun mit stolzgeschwellter Brust dastand und in den respekterfüllten Blicken seiner Kollegen badete. „Das müssen ja ganz tolle Donuts sein, Frank, wenn Du dafür extra quer durch die ganze Stadt von Northwest nach Southwest fährst…“ Frank fühlte sich leicht ertappt, weil es doch eine sehr weite Strecke für Donuts war und er oder sein Kollege, je nach dem, wer mit Frühstückholen dran war, schon eine ganze Weile unterwegs war. „Ich ähm… wir…“ stotterte er. „Schon gut, Frank.“ Horatio lachte und klopfte ihm auf die Schulter, während die anderen mit ihrem Boss amüsiert mitkicherten. Immerhin hatte er ihnen damit vielleicht ein Stück weitergeholfen. Das Massenspektrometer im Labor wird genauer Aufschluss geben. Doch zunächst mussten sie hier weitermachen. Horatios Lachen verstummte als er sich wieder dem Tatort widmete und dachte darüber nach, was als nächstes zu tun war…
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Re: Home sweet Home

Beitrag von Sisi am Di März 16, 2010 3:28 pm

….Cal wandte sich der weiteren Untersuchung des Zimmers zu, bisher waren sie so mit der Leiche beschäftigt gewesen, dass die unmittelbare Umgebung noch zu kurz gekommen war.
Aber das ließ sich ja ändern…Cal zog einen Vorhang nach dem anderen beiseite, auch auf die Gefahr hin, dass erneut der Lichteinfall die markanten Gesichtszüge ihres Chefs hervorhob. Sie verdonnerte sich dazu, H einfach eine Weile nicht genauer anzusehen, obwohl ihr bewusst war, dass das sowohl praktisch als auch emotional kaum gelingen würde.
Noch bevor sie den letzten Vorhang zur Seite gezogen hatte, fiel ihr auf, dass das unmöglich ein Fenster sein konnte, wenn sie sich den Grundriss des Hauses auf die Schnelle richtig ausgemalt hatte, handelte es sich hierbei nicht um eine Außenwand. Ein energischer Ruck am Vorhang bestätigte ihre Gedanken, eine Tür kam zum Vorschein. Die Beschaffenheit der Tür, sowie die Tatsache, dass sie ein gutes Stück schmäler war, als die andere Zimmertür, führte Cal zu einer Vermutung, die sich beim vorsichtige Öffnen erfüllte – es handelte sich um einen begehbaren Kleiderschrank, der sich allerdings, entgegen jeder Erwartung bei einem solchen Anwesen, als relativ klein erwies.
Cal leuchtete den Innenraum zunächst vom Zugang aus ab – Nein, keine offensichtlichen Spuren auf dem Teppich, mit dem die ‚Kleiderkammer’ ausgelegt war, zu entdecken, also trat sie vorsichtig ein und ließ den Schein ihrer Taschenlampe durch den Raum gleiten. Alles war aufgeräumt und scheinbar an seinem Platz, dennoch nicht ZU ordentlich, sodaß es auf den ersten Blick und schon gar nicht ohne die Mithilfe eines Bewohners, möglich war, festzustellen, ob hier irgendein Kleidungsstück fehlte oder nicht dort war, wo es hingehörte.
Als die Taschenlampe an mehreren, nebeneinander stehenden Schuhregalen vorbei’fuhr’, sah Cal für einen kurzen Augenblick etwas Glänzendes aufblitzen.
Sie leuchtete unter das rechte Regal und erblickte tatsächlich ein blutverschmiertes Messer, sofort zitierte sie ihren Chef herbei, Ihr Vorhaben, ihm eine Weile aus dem Weg zu gehen, war in dem Moment schon wieder vergessen. „Horatio ?! Kommst Du mal, ich hab wahrscheinlich die Tatwaffe gefunden !“
Nur wenige Sekunden später stand H im Türrahmen „Dann ist das hier möglicherweise unser eigentlicher Tatort“ begann er auszuführen, „aber nein - das halte ich doch für eher ausgeschlossen, bei soviel Textilien in diesem Raum, da lässt sich eine Blutspur wohl kaum so schnell beseitigen“. „Du hast recht H“ pflichtete Cal nickend bei „zur Sicherheit leuchte ich aber mit der UV-Lampe mal alles ab, dann sehen wir, ob hier ‚sauber’ gemacht wurde…machst Du bitte mal die Tür zu !“. H trat zwei Schritte in den Raum hinein, um die Tür hinter sich schließen zu können – Dunkelheit erfüllte die Kammer, H stand nun dicht neben Cal, die sich immer noch vor dem Schuhregal in der Hocke befand. Sie zuckte zusammen ob dieser erneuten Nähe, im Schein ihrer Lampe erkannte sie lediglich die Konturen ihres Chefs, seine Marke am Gürtel, die sich aufgrund ihrer Körperhaltung, direkt vor ihrer Nase befand, blitzte auf. Cal wurde schon wieder warm…was allerdings nicht an den Temperaturen, die in dem relativ kleinen Raum, trotz Klimaanlage, herrschten, lag. Sie musste sich von diesem ‚Ausblick’ befreien ! Also erhob sie sich, mit dem Vorhaben, das komplette Zimmer mit der UV-Lampe auszuleuchten, aus der Hocke. Ob ihrer Nervosität und der Dunkelheit um sie herum, geriet sie beim Aufstehen etwas ins Wanken und rempelte ihren Chef dabei leicht an. Reflex-artig stützte sie sich mit der Handfläche an H’s Oberkörper ab. Dieser lächelte nur milde, soviel konnte sie im Lichtschein erkennen….“Eng hier drin, was Cal ?“ ….
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Re: Home sweet Home

Beitrag von iluvcsi am Sa März 20, 2010 8:44 pm

...'zu eng, zu warm und rat mal an wem das liegt' -.....hätte Calleigh antworten können, denn dieser Halbsatz schoss ihr als erstes durch den Kopf. Allerdings war sie zwar eine echte Südstaaten-Lady, und wo sie herkam namen sowohl Männer als auch Frauen schon mal das Schicksal in die Hand, wenn es sich denn so nah vor einem aufbaute, wie das H gerade tat...aber sie war auch in ihrem tiefsten Herzen Polizistin, noch mehr CSI. Und sie wollte dies auch in absehbarer Zeit noch sein. Calleigh schluckte hörbar, und beschloss sich ein für alle mal am Riemen zu reissen, verschrieb sich selbst für den Abend nach der Schicht eine kalte Dusche, denn so ging das nicht weiter...

'Ganz schön eng, ja' war ihre hörbare Antwort - gefolgt von einem methodischen Absuchen der Wände, Regale und des Bodens. Nein - hier war kein Mord begangen worden, es waren Blutspuren vorhanden, aber zuwenig und nicht in der richtigen Höhe.


Zuletzt von iluvcsi am Sa März 20, 2010 8:57 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Home sweet Home

Beitrag von AngieKelly am Sa März 20, 2010 8:52 pm

Und die nächste Schreibliste:

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Re: Home sweet Home

Beitrag von AngieKelly am So März 21, 2010 12:46 pm

Aufmerksam schaute sich Horatio die Kleidung und die Tapete an, die im herumhuschenden Lichtstrahl des Blaulichts aus der völligen Dunkelheit auftauchte. Hier drin konnte man schon mal vergessen, dass es halb 11 am Vormittag eines strahlend schönen Sommertages auf Star Island war. Hier herinnen war es totenstill, keinerlei Geräusche vom Schlafzimmer drangen herein.

Horatio registrierte nur seinen ruhigen Herzschlag, sowie das Atmen der Frau, die vor ihm stand. Ihr Haar roch nach Rosen bemerkte er auf einmal verwundert. Warum war ihm das bisher noch nie aufgefallen? Cal stand doch öfter mal dicht neben, oder vor ihm.

Leicht kopfschüttelnd mahnte er sich und seine Gedanken auf den Mord zurück. Nichtsdestotrotz – er nahm zur Kenntnis, dass Cal auch die UV-Lichtlampe nicht völlig ruhig halten konnte, wie vorhin bereits den kleinen Spatel.

Seine tiefe Stimme durchschnitt die Stille. „Alles in Ordnung Cal?“ Er spürte ihr Zusammenzucken mehr, als dass er es bewusst sah. Wieder war er versucht, ihr Handgelenk zu greifen, um das Herumzittern des Lichtstrahls zu unterbrechen. Nein – er musste ehrlich zu sich sein. Eigentlich wollte er ihre Hand ergreifen, um sie zu berühren. Die Erkenntnis sickerte langsam aber dafür umso nachhaltiger in seinen Verstand. Erschrocken wich er einen Schritt zurück, damit sein Unterbewusstein nicht das tun konnte, was es wollte. Dabei stieß er gegen eines der Regale. Es polterte und etwas segelte mit einem lauten Rums zu Boden. Horatio entfuhr ein leises „Verdammt!“…

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Re: Home sweet Home

Beitrag von Sisi am Mo März 22, 2010 8:23 pm

…...nicht nur ‚etwas’, sondern das ganze Schuhregal, dass in seiner Beschaffenheit sehr schmal, und scheinbar nicht wie vorgesehen, an der Wand befestigt war, war umgekippt. „Na toll, heute ist absolut nicht mein Tag“, grummelte H fast verzweifelt. „Ach, halb so wild“, beruhigte Cal, während sie das Licht anmachte, „das haben wir gleich“. Sie bückte sich, um einige Gegenstände, die sich auf dem Regal befunden hatten und nun verstreut im Zimmer lagen, etwas zur Seite zu räumen….dabei gestattete sie H unbeabsichtigt einen ‚tiefen Blick’ – H schluckte…was war nur los mit ihm, noch nie hatte er seine Kollegin SO wahrgenommen, noch nie regten sich dabei derartige Empfindungen. Das könnte jetzt bald peinlich werden, dachte er bei sich, auf seiner Stirn bildete sich ein leichter Schweißfilm….eigentlich war es höchste Zeit, diesen Raum und damit die Enge zu verlassen – aber erstmal musste hier noch Ordnung geschaffen werden. H flüchtete sich in Tatkraft, zog sein Jackett aus und hob das Regal an, um es wieder auf seinen Platz zu stellen.
Cal beobachtete ihren Chef dabei – durch die Anstrengung spannten seine Muskeln Hemd- und Hosenstoff an…sofort schoss Cal der morgentliche Anblick an H’s Haustür in den Sinn…“nein“, rief sie sich erneut zur Raison, „er ist mein Chef…und wir sind hier bei der Arbeit, an einem Tatort“. Um sich abzulenken, begann sie damit, die heruntergefallenen Gegenstände zurück auf das Regal zu räumen. Sie musste sich ganz schön strecken, um den oberen Boden zu erreichen. „Soll ich Dir helfen ?“ – Cal zuckte zusammen, als sie H’s Stimme so dicht hinter sich spürte, auf den Zehenspitzen stehend hatte sie mal wieder Mühe, sich auf den Beinen zu halten. H, der immer noch sehr nah hinter ihr stand, umfasste, ohne über die Konsequenzen nachzudenken, Cal’s Hüften. Eigentlich müsste er sofort wieder loslassen, aber irgendetwas in ihm, hinderte ihn daran, seine Hände wieder an sich zu nehmen….und auch Cal machte keine Anstalten, sich aus dieser ‚Lage’ zu befreien........
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Re: Home sweet Home

Beitrag von iluvcsi am Sa März 27, 2010 6:24 pm

....Sekunden wurden zu gefühlten Minuten - wenigstens Calleigh schien die Zeit überhaupt nicht mehr wahr zu nehmen. Ihr Gehirn war einfach auf 'Leergang' gestellt, sie fühlte nur mehr die Hände ihres Chefs um ihre Taille? Was war heute los, zuerst die Rettungsaktion im Wagen, jetzt das hier? Aber noch immer noch sagte sie kein Wort, rührte keinen Muskel...

Horatio bemerkte ihr Zögern, sollte sie nicht sofort Einspruch erheben? Müsste sie nicht Einspruch erheben? Sein wie immer hellwacher Verstand begann die Lage zu analysieren. Was war bloß auf einmal in ihn - nein er korrigierte sich, in beide gefahren? Dieser Tag schien seine übliche Selbstdisziplin völlig über den Haufen zu werfen. "Cal?" Seine Stimme klang rauh, tiefer als sonst - er begann die Frau vor sich langsam herumzudrehen - .......

....als beide plötzlich von einer hereinbrechenden Lichtflut überschwemmt wurden und sich im gleichen Augenblick einem Photoapparatobjektiv gegenüber wiederfanden. Ryan.
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Re: Home sweet Home

Beitrag von Julia am So März 28, 2010 9:09 pm

Für einen Moment war alles weiß – Ryan hat den Auslöser gedrückt. Beide waren sie sehr überrumpelt. Ryan hat ein Foto gemacht – von dieser Situation! Calleigh entriss geistesgegenwärtig dem überraschten Ryan die Kamera. „Was machst Du denn da???“ fuhr sie ihn giftig an und tippte nervös an dem Gerät herum. Das Bild muss gelöscht werden.

Ryan schaute fragend zu seinem Chef, der dem Blick nicht standhalten konnte. „Ich muss hier raus!“ Horatio zwängte sich ruckartig an Ryan, der noch in auf der schmalen Türschwelle stand, vorbei und drückte ihn dabei unsanft gegen den Türrahmen. AUTSCH – das wird bestimmt einen tollen blauen Fleck geben. Als er seinen Oberarm rieb, fiel Ryans Blick wieder zu Calleigh, die unkoordiniert an der Kamera rumhantierte. Er wusste gar nicht wie ihm geschah.

Unter der Beobachtung von Alexx riss H die Terrassentür auf und stürtzte regelrecht hinaus ins Freie. Luft! Er brauchte jetzt frische Luft, die ihm wieder Klarheit in seinen Gedanken verschaffen sollte. Er fühlte sich wie betrunken im Kopf, ganz benebelt und es kribbelte in seiner Brust. Er zog seine Tatorthandschuhe aus und fuhr sich mit der linken Hand durch’s Haar und ließ sie in seinem Nacken rasten und diesen leicht massieren. Sein Blick fiel auf die Handschuhe, die nun rote Spuren aufwiesen. Verdammt!!! Wenn es Fingerabdrücke an den blutverschmierten Griffen gab, hat er sie sicherlich mit seiner Aktion verwischt. Was für ein Anfängerfehler. Aber das war nicht sein Hauptproblem...

Ihr Daumen schwebte über dem „Löschen“-Knopf. Das Bild war schon sehr überbelichtet, aber ihre roten Wangen und insbesondere Horatios blaue Augen stachen dadurch nur noch intensiver hervor. Wunderschön. Beide schauten sie mit weit aufgerissenen Augen wie aufgeschreckte Teenager in die Kamera, die beim Knutschen in einer Besenkammer erwischt wurden. Sie standen sich ganz nah. War das die Enge im Raum? Und seit wann hatte er denn diese langen wohlgeschwungenen Wimpern? Irgendwie schön dieser Anblick… UNSINN!!! Ihr Daumen presste zittrig einen Knopf und Cal erhob energisch die Stimme: „Ich mache jetzt die Fotos vom Tatort! Bitte geh mir aus dem Weg, ich muss hier Bilder machen.“ Sie musste wieder ihre gewohnte Souveränität am Tatort ausstrahlen. Zumindest musste es so wirken. Damit stieß sie Ryan leicht mit der Schulter an, damit dieser aus dem kleinen Ankleidezimmer taumelte. AUTSCH – ausgerechnet an die Stelle, wo sowieso schon der blaue Fleck hinkommen wird. Calleigh knippste darauf los – niemand dürfte erfahren, dass sie den „Abrechen“-Knopf gedrückt hatte.

„So, ich werde erst mehr sagen können, wenn die Leiche in der Autopsie liegt.“ sagte Alexx während sie ebenfalls aus der Terrassentür zu Horatio herausging und gab damit vor, ein Fachgespräch mit Horatio führen zu müssen. Sie blieb dicht neben dem konfus wirkenden Lieutenant stehen und entledigte sich ebenfalls ihrer Handschuhe. „Hey, alles in Ordnung bei Euch?“ fragte sie leise und brachte damit das Gespräch auf die private Schiene. Sie war ja nicht nur seine Kollegin, sondern auch eine Freundin. Horatio brach der Schweiß aus. War es so offensichtlich??? Er blickte zu ihr und grinste leicht. Was sollte er ihr denn sagen? Er wusste doch selbst nicht was los war.
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